5 Punkte, wie du merkst, dass dein Darm mehr Liebe braucht

5 Punkte, wie du merkst, dass dein Darm mehr Liebe braucht.

Liebe geht durch den Magen – unsere Gesundheit durch den Darm. Als Verdauungsorgan leistet unser Darm Tag für Tag unglaubliches. Dabei gibt es aber noch so viel mehr, wofür unser Darm zuständig ist. Aus diesem Grund verrate ich dir heute anhand von 5 Punkten, wie du merkst, dass dein Darm mehr Liebe braucht.

1)  „ICH BIN EINFACH ENERGIELOS UND STÄNDIG MÜDE.“

Dazu eine kleine Geschichte aus dem Alltag:

Der Wecker läutet und du drückst auf die Snoozetaste. 10 Minuten später dasselbe Geräusch. Erneut wird auf die Snoozetaste gedrückt.

Der Ablauf wiederholt sich unterschiedlich oft. Das Endresultat ist aber meist dasselbe.

  1. Du wachst auf und hast das Gefühl nicht ausgeruht zu sein.
  2. Nur mit Mühe kommst du aus dem Bett. 
  3. Müde und energielos startest du in den Tag.

So oder so ähnlich bekomme ich es immer wieder von meinen Patient*innen geschildert und auch ich selbst kenne solche Phasen.

In diesem Fall würde man nicht sofort an eine Dysbalance im Darm denken. Weshalb du trotzdem deinen Darm unter die Lupe nehmen sollst, um mehr Energie zu bekommen, verrate ich dir im letzten Kapitel.

2) „IST DER SCHNUPFEN WEG, FÄNGT DER HALS WIEDER AN ZU KRATZEN.“

Von einer Erkältung zur nächsten zu rutschen ist echt nervig. Dabei bringen Multivitaminpräparate und Co nur selten den langfristigen Erfolg, weil nicht alle Faktoren behandelt werden.

Was hat der Darm mit unserem Immunsystem zu tun?

Wie schon anfangs erwähnt, wird beim Darm meist nur seine Leistung als Verdauungsorgan genannt. Schon klar, der Darm ist für die Aufnahme von lebenswichtigen Nährstoffen aus der Nahrung zuständig. Aber er kann noch viel mehr!

Wusstest du, dass…

… sich 70% aller Immunzellen im Dünn- und Dickdarm befinden und sich dort knapp 80% aller Abwehrreaktionen abspielen?

Das macht unseren Darm zu einem enorm wichtigen Teil unseres Immunsystems. Ein gesunder Darm schützt uns somit vor vielen Krankheiten. Mehr dazu im letzten Kapitel.

3) „VOR ALLEM DIE KRÄMPFE UND BLÄHUNGEN BELASTEN MICH SEHR.“

Nicht nur zu Hause, sondern auch unterwegs oder im Urlaub, können plötzliche Krämpfe, Blähungen und Bauchschmerzen die Lebensqualität belasten.

Dazu kommen noch weitere Gedanken:

  • Ich will doch einfach das essen, was alle anderen auch essen, ohne danach mit Bauchkrämpfen im Bett zu liegen.
  • Was mache ich, wenn ich beim Ausflug unterwegs plötzlich aufs Klo muss?
  • Ich hoffe, dass man meinen Blähbauch unter dem T-Shirt nicht sieht.

Dein Körper gibt dir Signale, die du nicht ungehört lassen solltest. Dabei können neben Intoleranzen (Laktose, Fruktose, Sorbit oder Histamin), Unverträglichkeiten und Allergien auch andere Ursachen der Auslöser dafür sein.

Aktuell sind 1000 identifizierte mikrobielle Arten vom Darm-Mikrobiom (Darmflora) identifiziert. Diese wurde sowohl direkt als auch indirekt mit der menschlichen Gesundheit in Verbindung gebracht. Deshalb ist es das Um und Auf, auf Ursachensuche zu gehen und dein Wohlbefinden über den Darm zu unterstützen. Mehr dazu im letzten Kapitel.

4) „ICH BIN ÜBER 30. UND TROTZDEM SIEHT MEINE HAUT AUS, WIE IN DER PUBERTÄT.“

Wie hängt das Hautbild mit unserer Darmgesundheit zusammen?

Erst seit Kurzem wird den Bakterien auf unserer Haut, in unserer Mundhöhle, in den Atemwegen und im Darm mehr Beachtung geschenkt.

Diese unsichtbare Welt konnte durch technologische Fortschritte sichtbar gemacht werden und zeigt, dass sich in unseren Geweben und Organen unzählige genetische Fußabdrücke entdecken lassen. Diese wiederrum können einer Fülle von Mikroorganismen zugeordnet werden.

Heute wissen wir, dass…

  • unsere Haut je nach Feuchtigkeit von einigen 100 und 100 000 von Bakterien pro Quadratzentimeter besiedelt wird. Diese sind so angepasst, um die spärlich verfügbaren Nährstoffe auf der Haut zu nutzen.
  • es zwischen unseren Organen wie der Haut, der Mundhöhle, dem Darm und auch dem Gehirn eine enge Verbindung (zellulär und molekular) zu den besiedelnden Mikroben gibt.

5) „EINLADUNGEN NEHME ICH NICHT GERNE AN, WEIL ICH NICHT WEISS, OB ICH DAS ESSEN VERTRAGE.“

Die Ungewissheit, ob das Essen vor Ort gut vertragen wird oder dann doch zu Bauchschmerzen, Übelkeit oder sogar Durchfall führt, ist groß. Viele meiner Patient*innen bemerken schon Darmbeschwerden, wenn sie nur daran denken außer Haus zu gehen.

Ich möchte hier klipp und klar festhalten, wenn es dir genau so geht:
Du bildest dir deine Beschwerden nicht ein!

Der Zusammenhang wird als „Darm-Hirn-Achse“ bezeichnet. Das Darmmikrobiom kommuniziert mit dem Gehirn über drei Hauptwege:

  • dem neuralen Weg: Vagusnerv, Darmnervensystem
  • dem Immunweg: Zytokine
  • dem endokrinen Weg: HPA-Achse, Darmhormone

Wie genau die Kommunikation funktioniert, wird intensiv erforscht. Erste Erkenntnisse zeigen, dass die Darm-Hirn-Achse eine Rolle für unsere psychische Gesundheit spielt. Das ist auch meine Erfahrung aus der diaetologischen Praxis.

Ein ganzheitlicher Ansatz ist wichtig. Aus diesem Grund bespreche ich in der Beratung auch weitere Einflussfaktoren, wie Psyche, Bewegung und Schlaf. Bei all meinen Angeboten arbeite ich mit dir nach dem ganzheitlichen Konzept zur Behandlung von ständiger Müdigkeit, unreiner Haut, Krämpfen, Bauchschmerzen und wechselhaftem Stuhl.

DIE LÖSUNG: SO BEKOMMT DEIN DARM LANGFRISTIG MEHR LIEBE UND DU MEHR LEBENSQUALITÄT

Unsere Gesundheit hängt von vielen Faktoren ab. Ein entscheidender Faktor ist das Darmmikrobiom. Du kennst es vielleicht noch unter dem alten Begriff Darmflora.

Jeder von uns hat ein ganz individuelles Mikrobiom. So einzigartig, wie der jeweilige Fingerabdruck. Beeindruckend, oder?

Die jeweilige Zusammensetzung wirkt sich auf unsere gesamte Gesundheit aus:

  • mehr Energie und Leistungsfähigkeit
  • stärkere Abwehrkräfte
  • regelmäßige und angenehme Verdauung
  • reinere Haut und weniger Entzündungsanzeichen
  • gutes Gefühl beim Essen außer Haus

Immunsystem: Dschungel oder Wüstensteppe – du entscheidest!

Bei einem gesunden Darmmikrobiom kommt es nicht auf die Anzahl der Mikroorganismen drauf an. Vielmehr gilt es eine hohe Vielfältigkeit (Diversität) der verschiedenen Bakterienstämme aufzubauen und in Balance zu bringen. Wir wollen also lieber einen innerlichen Dschungel erschaffen als eine Wüstensteppe.

Um deine individuelle Darm-Balance wieder aufzubauen oder aufrecht zu erhalten, kannst du einiges tun (sh. Grafik).

Darmmikrobion

Dein Körper gibt dir Signale, die du nicht ungehört lassen solltest. Also spitze deine Ohren und schenke deinem Darm mehr Liebe!

Wenn du dich in 1-2 Punkten von den 5 wiederfindest und du dein Wohlbefinden über den Darm unterstützen willst, dann sei im September dabei.

Im September startet mein Onlinekurs zur ganzheitlichen Darmgesundheit. Vorher gibt es noch meine 5-Tage-Darmgesundheit um €0,00. 

5-Tage-Darmgesundheit

29. August - 2. September 2022

Quellen:
Almeida, Alexandre; Mitchell, Alex L.; Boland, Miguel; Forster, Samuel C.; Gloor, Gregory B.; Tarkowska, Aleksandra et al. (2019): A newgenomicblueprintofthehuman gut microbiota. In Nature 568 (7753), pp.499–504. DOI: 10.1038/s41586-019-0965-1.
Bosch TCG. Mikrobiom als natürlicher Schutzfaktor: Perspektiven aus der Grundlagenforschung. Der Hautarzt, 2021.
Maldonado-Contreras A, Noel SE, Ward DV, Velez M, Mangano KM. Associations between diet, the gut microbiome, and short-chain fatty acid production among older Caribbean Latino adults. J Acad Nutr Diet. 2020;120:2047–e6.
Mayer EA, Tillisch K, Gupta A. Gut/brain axis and the microbiota. J Clin Invest. 2015;125:926–38.
Nagpal, Ravinder; Yadav, Hariom; Marotta, Francesco (2014): Gut microbiota: thenext-gen frontierin preventiveand therapeuticmedicine? In Frontiers in medicine1, p.15. DOI: 10.3389/fmed.2014.00015.
Rossi M.: Eat Yourself Healthy – Rezepte, Übungen, Lifestyle. Alles für ein darmfreundliches Leben. 1. Auflage, Südwest Verlag, München, 2021.
Takano, S. et al.: Influence of body posture on defecation: a prospective study of „The Thinker“ position, Techniques in Coloproctology, 201.

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